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HäUFIGE FRAGEN

Warum darf mein Tier vor einer Narkose nichts fressen?
Vor einer Narkose müssen die Tiere nüchtern bleiben, weil Futter im Magen das Zwerchfell einengt, was die Atmung erschwert. Außerdem führen die Narkotika häufig zu Erbrechen. Da der Hustenreflex durch die Narkose eingeschränkt ist, kann es dann zum Verschlucken und Aspiration in die Lunge kommen. Auch nach der Narkose sollte man am Besten einige Stunden mit der Fütterung warten, da sonst das Futter vielfach wieder erbrochen wird. Eine Ausnahme stellen die kleinen Nagetiere dar, da diese nicht erbrechen können und deren Verdauung so ausgelegt ist, dass sie nicht nüchtern gelassen werden dürfen.

Soll ich meinen Rüden kastrieren lassen? Welche Alternativen gibt es zur Kastration?
Wenn ein Rüde gegenüber anderen Hunden ein ausgeprägtes Aggressionsverhalten zeigt, ergeben sich häufig Probleme mit der Haltung des Hundes. Ist dieses Verhalten bei einem jungen Rüden im Zuge der Geschlechtsreife aufgetreten, kann die Kastration (Entfernung der Hoden) Abhilfe schaffen. Ein kastrierter Rüde verhält sich zumeist freundlich gegenüber anderen Hunden. Das Verhalten gegenüber Menschen wird durch die Kastration nur wenig beeinflusst. Ein kastrierter Rüde zeigt weniger Revierverhalten, dass heißt er markiert weniger. Das Interesse an läufigen Hündinnen ist wenig ausgeprägt und häufig auftretenden Vorhautentzündungen des sexuell aktiven Rüden wird vorgebeugt. Auch die Wahrscheinlichkeit für tumoröse Veränderungen der Prostata werden durch eine Kastration verschwindend gering.

Alternativen zur Kastration

  • Hormonbehandlung

Es besteht die Möglichkeit einer Hormoninjektion. Das Sexualverhalten des Rüden wird für einige Wochen unterdrückt - die Deckfähigkeit bleibt jedoch erhalten.

  • Implantation eines Chips

Bei dieser neueren Methode bekommt der Hund einen Chip unter die Haut gespritzt, der ca. 6 oder auch 12 Monate lang kontinuierlich einen Wirkstoff freisetzt. Dieser Wirkstoff führt zu einer Deckunfähigkeit und einem Verhalten, wie es einem kastrierten Rüden entspricht. Ist der Wirkstoff abgebaut, erlangt der Rüde wieder seine Deckfähigkeit und sein altes Verhalten zurück.

Welche Vor- und Nachteile hat eine Kastration der Hündin?
Während der Läufigkeit haben Hündinnen und ihre Besitzer häufig Stress zum Beispiel durch freilaufende Rüden. Da die meisten Hündinnen sich im Laufe ihres Lebens nicht vermehren sollen, denken daher viele Besitzer über eine Kastration nach. Die Vorteile liegen darin, dass die Kastration ein einmaliger Eingriff ist (im Gegensatz zu Spritzen zur Unterdrückung der Läufigkeit). Außerdem werden Gebärmuttervereiterungen, die bei nicht kastrierten Hündinnen im Laufe des Lebens auftreten können, verhindert. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Gefahr der Ausbildung von Gesäugetumoren um bis zu 90% sinkt, wenn man die Hündinnen unmittelbar vor oder nach der ersten Läufigkeit kastriert. Nachteile sind ein gelegentlich bei großrassigen Hunden auftretendes Harnträufeln, welches durch Medikamente behandelt werden kann. Außerdem muss auf bedarfsgerechte Fütterung geachtet werden, da die Hündinnen leichter zunehmen. Bei langhaarigen Hunden mit glänzendem Deckhaar (besonders Spaniels, Setter und Langhaardackel) kann es bei einer frühen Kastration zu Fellveränderungen kommen. Sie bekommen dann eine Art Welpenfell durch die Zunahme des Wollhaares.

Kastration Kaninchen/Meerschweinchen
Drei häufig gestellt Fragen sind:
  • Wann ist mein Kaninchen/Meerschweinchen geschlechtsreif?
  • Wann kann ich es kastrieren lassen?
  • Muss ich es unbedingt kastrieren lassen?


Das Kaninchen erlangt im Alter zwischen 4-6 Monaten (je nach Größe) die Geschlechtsreife. Weibliche und männliche Kaninchen sollten schon rechtzeitig vor der Geschlechtsreife getrennt werden, damit es durch "frühreife" Kaninchen nicht zu unliebsamen Überraschungen in Form von Nachwuchs kommt. Eine sichere Geschlechtsbestimmung ist etwa im Alter von 6/7 Wochen möglich. Im Allgemeinen werden die männlichen Kaninchen (Rammler) kastriert. Wird ein Rammler alleine gehalten, ist eine Kastration nicht notwendig. Bei der Haltung von zwei männlichen Kaninchen kommt es erfahrungsgemäß nach Erlangung der Geschlechtsreife zu Rangeleien (Rangordnungskämpfe) untereinander, bei denen sich die Kaninchen auch erheblich verletzen können. Um dieses zu verhindern, ist es empfehlenswert, beide Kaninchen zu kastrieren. Kastrierte Rammler und weibliche Kaninchen leben meist verträglich zusammen. Es hat sich bewährt, das weibliche und männliche Kaninchen auch nach der Kastration noch 4-6 Wochen getrennt zu halten und langsam aneinander zu gewöhnen.

Weibliche Meerschweinchen werden zwischen der 4 - 6 Woche geschlechtsreif, männliche Meerschweinchen etwa zwischen der 9 - 10 Woche. Wie auch bei den Kaninchen sollte man Meerschweinchenböcke und Weibchen nach Möglichkeit rechtzeitig vor der Geschlechtsreife und bis zur Kastration des Bockes trennen, um keine unerwünschte Nachzucht zu erhalten. Ansonsten lassen sich kastrierte Böcke und Weibchen gut zusammen halten. Meerschweinchen sollten nach Möglichkeit wenigstens immer zu zweit gehalten werden, da das Sozialverhalten der Meerschweinchen sehr stark ausgeprägt ist. Wie bei Kaninchen kommt es auch bei männlichen Meerschweinchen nach der Geschlechtsreife zu Rangordnungskämpfen, bei denen sich die Tiere erheblich verletzen können. Daher sollten bei der Haltung von zwei männlichen Tieren auch hier beide kastriert werden.

Was sind häufige Augenkrankheiten und wie werden sie behandelt?
Häufig auftretende Augenerkrankungen sind: Hornhautverletzungen, Bindehautentzündungen /Konjunktivitis, Konjunktivitis follikularis. Hornhautverletzungen treten beim Kleintier relativ häufig auf. Wichtig ist es, diese zu erkennen und die Größe und Tiefe der Verletzung festzustellen. Zur Behandlung einer Hornhautverletzung ist eine Anwendung lokal wirkender Augensalben mehrfach täglich erforderlich. Bei Bedarf kann zusätzlich ein Schmerzmittel bzw. Entzündungshemmer eingesetzt werden. Seit mehreren Jahren verwenden wir bei hochgradigen, nicht infizierten Hornhautverletzungen darüber hinaus sog. Hornhautlinsen (Firma Acri.Tec). Die Linsen führen zu einer sofortigen Schmerzlinderung und geben der Hornhaut unter der Linse die Möglichkeit, ohne ständige Reizungen in Ruhe auszuheilen. Bei allen weiteren schweren Hornhautverletzungen wird das Auge durch eine sog. „Bindehautschürze“ verschlossen. Bei dieser Operation wird das dritte Augenlid über die Hornhautverletzung gezogen. Das Auge kann dann unter diesem Schutz ähnlich wie bei der Kontaktlinse, ohne ständige Reizung ausheilen. Auch eine Konjunktivitis wird in unserer Praxis sehr ernst genommen. Salbenanwendungen am Auge sollten so häufig wie möglich am Tag erfolgen. Bei erfolgloser Therapie überprüfen wir über einen Konjunktivalabstrich die Wirkung des verwendeten Antibiotikums.



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